26.05.2010Exkursion ins HGM

Nach den Feiertagen ein langsamer Einstieg in den Unterrichtstag - am besten durch eine spannende Exkursion. Nachdem es auch allen gefallen hat, ist dies auch gelungen. Mittelpunkt unseres Ausflugs in das Heeresgeschichtliche Museum war der 1. Weltkrieg und seine zeitlichen Rahmenbedingungen. Eine Schülerin der 6. Klasse berichtet uns darüber
Ja! Ein perfekter Schulbeginn für diese Woche! Jetzt gehen wir gleich los, ich darf meine Jacke nicht vergessen. Ich hab zwar noch gar keine Ahnung, was man sich in so einem HGM anschaut, aber ich lass mich überraschen. So, noch ein letzter Check... Jacke, Rucksack, Jause, was zum Trinken und mein Fahrschein. Ja, dann kanns ja losgehen.
Endlich angekommen... jetzt machen wir nur noch eine kurze Essenspause und dann gehen wir rein. So, okay, gegessen. Jetzt muss ich nur noch reingehen, Jacke und Rucksack hinhängen und dann fängt die Führung an. Wow, die Rüstungen sind ja nur aus blauem und rotem Stoff... das kann doch kein Schutz sein!? Solche Bajonette sehen aber schon gefährlich aus, aber noch lange nicht so gefährlich wie Schwerter! Modellflugzeuge... na ja, wers braucht. Hehe, die Kamera sieht genau so aus wie die, die bei uns im Glaskasten steht, nur etwas größer. Ich glaubs nicht, das originale Auto in dem Franz Ferdinand erschossen worden ist! Wenn man hier so steht, kann man sich direkt in die Panik der Leute hineinversetzen... Franz Ferdinand und seine Frau Sophie liegen blutend und regungslos im Wagen... der Fahrer stoppt das Auto. Er weiß nicht, was er tun soll. Die Sekunden kommen ihm wie Minuten vor, die Minuten wie Stunden. Sollte er sich als Arzt versuchen und versuchen, die Blutung der Opfer zu stillen oder sollte er Hilfe holen? Das Volk rennt wild hin und her... Keiner weiß, was als nächstes passiert oder was er als nächstes machen soll. Ja, man kann sich die Panik und die Angst wirklich vorstellen. Ich glaub gar nicht, dass man nach einem 9mm Einschuss in den Hals wirklich sofort sterben kann, aber das Sofa auf dem er, bis er starb, seine Zeit verbrachte, sieht ziemlich bequem aus. Aber das Allercoolste, was der Franz besaß, war sein Säbel... ja, der sieht echt mächtig aus. Über die Kanonen, Flugzeuge und Bunker im letzten Raum schreib ich nichts mehr, die ham mich ja auch nicht interessiert.
Im Großen und Ganzen fand ich den Ausflug schon spannend, obwohl ich zugeben muss, dass es mich um vieles mehr gefesselt hätte, wenn das Museum von tapferen Rittern, Schwerten, Bögen, Armbrüsten, Säbelzahntigern, Totenköpfen und riesigen Drachen, die als linkes Auge einen kristallroten Diamanten haben, gehandelt hätte. Aber wie gesagt, im Großen und Ganzen ganz okay.
Bianca








