Wir praktizieren in unserer Kindergruppe, nach langjähriger Erfahrung, die Eingewöhnung nach dem "Bedürfnisorientierten Modell".
Jedes Kind und jede Familie ist einzigartig und benötigt ein individuelles Modell zur Eingewöhnung. Wir beobachten das Kind mit seiner Familie und entscheiden dann Tag für Tag die nächsten Schritte zur gelungenen Eingewöhnung.
Die Eingewöhnung wird grundsätzlich in drei Phasen unterschieden:
Die Grundphase dauert etwa drei Tage. An diesen drei Tagen verbringt das Kind mit den Eltern gemeinsam 1-2 Stunden im Kindergarten. Die Eltern treten jeden Tag immer mehr in den Hintergrund – sind am Anfang vielleicht noch mit im Gruppenraum, ziehen sich aber immer mehr zurück.
Die zweite Phase ist die Stabilisierungsphase. Ist das Kind in der Gruppe und bei der Erzieherin „angekommen“, können die Eltern das Kind kurz verlassen. Es sieht die Eltern in dieser Zeit gar nicht, denn sie bleiben für einen Moment außerhalb des Gruppenraumes oder im Garderobenbereich. Das Kind weiß zwar, dass die Eltern da sind, aber in ihrem neuen Kindergartenalltag spielen Mama und Papa nun keine so wichtige Rolle mehr.
In der Schlussphase verlassen die Eltern den Kindergarten. Wichtig ist ein kurzes Abschiedsritual, auch wenn es in der ersten Zeit noch schmerzhaft ist. Auf keinen Fall sollten sich die Eltern „rausschleichen“, denn das kann große Unsicherheiten beim Kind auslösen. Während der Zeit der Abwesenheit, sollte einer von beiden für den Notfall immer telefonisch erreichbar sein. Wie schon in der vorherigen Phase verlängert sich die Abwesenheit der Eltern dann von Tag zu Tag.