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09.03.2022

Alle(s) auf Zucker

Gerade der süßesten Zeit des Jahres entkommen, stolpert man schon in die nächste Kohlenhydrate-Saison, die mit Krapfen und Bonbons beginnt und fast ohne Übergang in die Schokoeier-Zeit einmündet. ...

Was lässt die Pupillen erweitern, den Blutdruck steigen und das Wasser im Mund zusammenlaufen? ...

ZUCKER ist schon ein faszinierender Stoff, bildet er doch die Grundlage unseres Stoffwechsels und kann dabei so viele Formen annehmen und in viele Formen überführt werden. Aber, ... was den Chemiker in helle Begeisterung versetzt, lässt den Laien absolut kalt, denn für den durchschnittlichen Konsumenten dieses überirdischen Stoffs zählt nur eins: der Geschmack.

Dabei ist es völlig unwichtig, ob ich mir gerade eine Hexose (Glukose bzw. Traubenzucker) oder eine Pentose (Fructose bzw. Fruchtzucker) so richtig reingezogen habe. Den richtigen "Kick" gibt es ohnehin erst bei der Kombi von beiden, in der Glucose-Fructose-Version, wie sie in vielen Süßigkeiten und Softdrinks vorkommt. Bitte eisgekühlt, damit man gar nicht merkt, welche galaktischen Mengen man da eigentlich zu sich nimmt, denn wenn man das Zeug bei Zimmertemperatur oder noch wärmer trinkt, muss man es teilweise schon wieder ausspucken.

Egal, Hauptsache es schmeckt und ich lass mir den Spaß nicht verderben, schon gar nicht vom Chemielehrer, der mich meinen Shake auch noch im Modell nachbauen lässt, um mir dann auch noch zu verklickern, dass ich da  - apropos 'galaktisch', Galaktose bildet mit Glukose die Laktose, also den Milchzucker - mit gezuckerter Milch eine regelrechte "Bombe" zu mir nehme, die mich zwar nicht zerfetzt, aber dafür die Blutwerte durch die Decke schießen lässt und mir noch dazu ein paar echt coole Karosserie-Puffer verpasst.

Macht auch nix, "mollig ist schön" lautet die Devise und zuckerkrank werde ich auch erst, wenn ich alt werde. Bis dahin hab ich aber schon genug Schokoriegel, McFlurries und Colas intus, dass ich mich zur Ruhe setzen kann. .....

 

Der ERSTE Schritt ist, sich mit der Materie bekannt zu machen, damit man weiß, womit man es eigentlich zu tun hat.

Der ZWEITE ist, sich zu überlegen, welche Konsequenzen aus dem Wissen um die Grundlagen erwachsen und was die Optionen sind.

Der DRITTE ist schließlich, sich zu ENTSCHEIDEN - immer wieder aufs Neue - ob und wie ich die Konsequenzen tragen will und welche Optionen ich wähle.

 

Unser Unterricht an der Schule kann lediglich beim ersten und zweiten Schritt helfen und unterstützen. Zum dritten können wir nur motivieren.

 

In diesem Sinne: Guten Appetit!

 

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Autor: bo