
Oh, haben wir da vielleicht was übersehen? Ach ja, da war doch was mit Erholung und so. Das größte biologische Bedürfnis des menschlichen Körpers zwischen etwaigen Leistungsphasen ist tatsächlich die „Erholung“. Und wie der Name schon sagt, geht es dabei darum, etwas zu er-langen/einzu-holen, was einem möglicherweise verlorengegangen oder abhanden gekommen, jedoch unbedingt vonnöten ist, um seinen Weg effizient und erfolgreich fortsetzen zu können.
Beim Essen scheint die Sache klar: Je hungriger, desto MAMPF! Beim Trinken wird es schon schwieriger. Wer kennt nicht die leidigen ‚Selbstaufmunterer‘: „Ich sollte mehr trinken“, oder „Viel Trinken ist wichtig!“ Und dann findet man doch noch den Weg zum Wasserhahn –oder auch nicht! Bei der ‚Versorgung‘ unseres Leistungstankes versagen wir dann aber oft kläglichst. Anstatt dem Körper/Geist Ent-spannung zu gönnen, wird er mitunter nur noch schlimmer strapaziert, bis er quasi ‚narkotisiert‘ aufgibt. Und das nennen wir dann „echt cool“ oder „krass“.
“Zum Schluss, liebe Brüder und Schwestern: Was wahr ist, was achtenswert, was gerecht, was lauter, was wohlgefällig, was angesehen, wenn immer etwas taugt und Lob verdient, das bedenkt!” (Phil. 4,8; Zürcher)
Leider werden viele dieser Dinge als „langweilig“ angesehen! Wie langweilig sind aber wohl Wasser, wenn man wirklich durstig, oder Brot, wenn man wirklich hungrig ist? Lassen wir uns nicht täuschen: Unser Körper und Geist bedürfen dieser Dinge. Natürlich schließt das auch ‚Abschalten‘ oder einfach Ruhe in jeglicher Form mit ein, aber Nichtstun ist nicht immer das Gegenteil von Tätig-sein. Probieren wir es doch einfach mal aus: Nehmen wir uns einfach Zeit für das ‚Andere‘! Wir werden sicher belohnt werden … und dann klappt’s vielleicht auch (wieder) mit den Tests, Prüfungen und der „richtigen“ Arbeit.
(bo)