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10.06.2014

Schulausflug Seegrotte Hinterbrühl

Der schulische Alltag ist voll von Lesen, Schreiben, Rechnen, Referate halten, Zuhören, etc. Da bietet ein Ausflug ins Grüne doch eine willkommene Abwechslung!
So machte sich die Hauptschule auf um die Seegrotte Hinterbrühl in der Nähe von Mödling zu besuchen. Darin befindet sich der größte unterirdische See Europas!

Seegrotte, so lernten wir dort als erstes, wird sie genannt, da durch eine Sprengung im damaligen Gipsbergwerk mit riesigen Massen an Wasser überflutet worden ist und somit nicht natürlich entstanden ist. 
Dort angekommen erfuhren wir, dass die heiß ersehnte Bootsfahrt am See nicht möglich sein würde, da dort gerade Revisionsarbeiten im Gange seien.

Nichtsdestotrotz gingen wir guten Mutes durch den ersten Triebstollen und waren ganz erstaunt darüber, dass trotz hellem Sonnenschein und etwa 22 Grad draußen in diesem Stollen nur 9 Grad herrschten.
Unser freundlicher Grottenführer erzählte uns sehr anschaulich die Geschichte dieses Naturdenkmales: von den Anfägen im Jahre 1912, als die Grotte entstand und bald zu einem Schaubergwerk wurde bis hin zu den Kriegszeiten, in denen die deutsche Wehrmacht diesen Ort als eine unterirdische Flugzeugfabrik nutzte.
Wir sahen die "Ställe", in denen die Pferde gehalten wurden, die dort arbeiteten. Manche von ihnen waren schon in der Grotte geboren worden und haben in ihrem Leben nie Tageslicht gesehen!
Dann ging es weiter zur Barbarakapelle, die im Gedenken an die verünglückten Kameraden erbaut worden ist. Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute. Im Barbarastollen finden auch heute noch immer wieder Konzerte, Hochzeiten und Geburtstage statt.
Nach der doch in etwa 40 minütigen Führung waren wir dann froh, dass uns das Tageslicht und Wärme wiederhatten. So stärkten wir uns danach erst einmal mit einer ausgedehnten Essenspause und ließen die Eindrücke dieses Besuches noch auf uns wirken. 
Welches Leben haben die Menschen geführt, die in diesen Bergwerk gearbeitet haben? Manche waren zehn Stunden taglich "unter der Erde"! Was für eine Lebensqualität hatten sie und welche Lebensqualität haben wir heute? Geht es uns nicht richtig, nein, ich meine, wiklich RICHTIG gut? Wir kamen darauf, dass wir ein priviligiertes Leben führen und dankbar dafür sein sollten. Außerdem sollten wir unsere freie Zeit, die es damals überhaupt nicht gab, mit Sinnvolles Dingen verbringen! 

Mit diesen Gedanken spazierten wir noch durch einen kleinen Wald und zurück zur Busstation. 
Dieser Ort ist wirklich eine Reise wert! Kennst du ihn nicht? Na dann nichts wie hin!

(em)

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